AUGE/UG-Paiha: Es braucht eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes!

Degressives Arbeitslosengeld auf niedrigem Niveau ist kein zielführendes, nachhaltiges Modell

„Armut bekämpfen statt erwerbsarbeitslose Menschen – das muss das Motto in dieser Krise sein! Die Alternativen, Grünen und Unabhängig

en GewerkschafterInnen stehen klar gegen eine Kürzung des Arbeitslosengelds, gegen eine Verkürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengelds und gegen die Abschaffung der Notstandshilfe“, so Klaudia Paiha Bundessprecherin der AUGE/UG.


– Erhöhung der Nettoersatzrate auf 80 Prozent gefordert
“Was es jetzt braucht, ist eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 80 Prozent“, wiederholt Paiha anlässlich der entstandenen Debatte über die Ausgestaltung des Arbeitslosengeldes die langjährige Forderung der AUGE/UG. An die 500.000 Arbeitslose würden mehr als deutlich zeigen, wie rasch Menschen in die Arbeitslosigkeit rutschen und damit ganze Familien ökonomisch in Bedrängnis bringen könnten.

 

 

– Degressives Arbeitslosengeld ist kein zielführendes, nachhaltiges Modell
Derzeit erhält ein erwerbsarbeitsloser Mensch in Österreich nur 55 Prozent Nettoersatzrate von seinem Einkommen – damit liegt Österreich beim Arbeitslosengeld am Ende der EU-Skala. Vielfach reicht das zur Existenzsicherung nicht aus. Auch ein degressives Arbeitslosengeld ist kein zielführendes, nachhaltiges Modell. Gerade in einer Krise -bei der nicht absehbar ist, wie und wann sie endet – kann es nur die Aufgabe der Bundesregierung sein, dafür sorgen, dass die Existenz der Menschen langfristig gesichert ist.
Langzeitarbeitslosigkeit bekämpft man mit umfassenden Beschäftigungsinitiativen, Aus- und Weiterbildung und Umschulung. Auch durch Arbeitszeitverkürzung und die kluge Verteilung der Rettungsgelder können tausende neue und langfristig sichere klimafreundliche Arbeitsplätze geschaffen werden.
Nur ein höheres Arbeitslosengeld kann tausende Menschen vor einem existenziell bedrohlichen Absturz bewahren. Aber auch für die Gesamtwirtschaft würde das mehr Kaufkraft bedeuten und damit letztendlich den wirtschaftlichen Einbruch abschwächen.

– Klare Ansagen statt hohle Phrasen
Statt Verunsicherung durch hohle Phrasen braucht es endlich echte Unterstützung und Perspektiven für ökonomische und berufliche Sicherheit für die Menschen.