GEDICHT Mai 2009

Am Straßenrand, bedeckt mit Staub,
blüht eine Nessel, die ist taub.

Sie blüht bei Sonnenschein und Frost,
mühselig, aber doch getrost.
Dereinst, am Tage des Gerichts,
sie hört von den Posaunen nichts,
wird Gott ihr einen Boten schicken.
Der wird die taube Nessel pflücken.

Und in den siebten Himmel bringen.
Dort hört auch sie die Engel singen.

Karl Heinrich Waggerl

 

Die Taubnessel heißt auch Zauberkraut und tut dem Lungen- und Brustbereich gut, die Blüten kann man frisch gezupft mit Teewasser übergießen und kurz ziehen lassen.