Die Leiterin des Frauenreferates der UGÖD - Beate Neunteufel-Zechner

Am 10. 10. 2004 wurde Beate Neunteufel-Zechner in der Generalversammlung der UGÖD mit der Leitung des Frauenreferates betraut. Den Frauenreferentinnen obliegt insbesondere die Besorgung folgender Aufgaben:
Meine einzige Bedingung das Frauenreferat gern leiten zu wollen, war von Anfang an die enge Zusammenarbeit mit weiteren Mitgliedern der Bundesleitung. Irmgard und Ilse haben sich in der damaligen Bundesleitungssitzung spontan zur Mitarbeit bereit erklärt.

Das Bewusstsein, dass in unserer Gesellschaft mit mehrerlei Maßen gemessen wird, habe ich seit meiner Schulzeit. Die Erfahrungen als Alleinerzieherin und -erhalterin meiner Tochter Leonore und meines Sohnes Richard haben mir die Notwendigkeit von dringenden Frauenförderungsmaßnahmen eindrücklich klar gemacht. Als Beschäftigte im Öffentlichen Dienst, in dem ich doch immer wieder positive Bestrebungen für einen Ausgleich zwischen den Geschlechtern feststellen konnte und wollte, sah ich die Prozesse zur Gleichstellung im beruflichen Alltag scheitern - in sehr kleinen Gesten manchmal, die in ihrer besonderen Unauffälligkeit meinen Gerechtigkeitssinn immer mehr und öfter stören. Seit der Ausgliederung meiner Dienststelle, der Österreichischen Nationalbibliothek, beobachte ich die Deinstallation des bisher erreichten Wenigen. Daher schaue ich mich intensiver als bisher um nach Partnerinnen und Partnern, die nach Lösungen der besonderen Probleme von Frauen im Berufsalltag suchen.

Meine Idee ist, den "Schmäh" zu finden, mit dem wir, Frauen und Männer, auf die Ebene einer Partnerschaft im Berufsalltag kommen können. Ich habe eine Ahnung davon, wie weit wir von einem solchen Augenblick entfernt sein könnten, ich weiß aber, dass ohne Visionen und Träume unsere Bereitschaft zum Tun recht rasch sinkt. Ich will die Ängste nicht verdrängen oder vergessen, aber mehr noch will ich meine Visionen nicht aufgeben und werde deshalb mit Hilfe und tatkräftiger Unterstützung der UGÖD und ihrer einzelnen weiblichen und männlichen Mitglieder zur Umsetzung unserer bisher erklärten Ziele des Frauenreferates mit Energie und Leidenschaft tun, was ich nur kann.

Beate Neunteufel-Zechner