AUGE/UG - Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / 15.09.2008 / 13:21 / OTS0198 5 II 0391 AGG0001

AUGE/UG: "Klares 'Nein' zu Schwächung der AK unter dem Deckmantel des 'Teuerungsausgleichs'!"

Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen lehnen
Senkung der AK-Umlage strikt ab. Kritik auch an ÖGB- und
AK-Spitze: "Überparteilichkeit sieht anders aus!"

Wien (OTS) - "Der vereinten Rechten ist offensichtlich jedes Mittel und jedes Thema recht, um gegen die ihnen 'lästige' gesetzliche Interessensvertretung der ArbeitnehmerInnen - die Arbeiterkammer - ins Feld zu ziehen. Sei die Argumentation noch so an den Haaren herbeigezogen - nichts bleibt unversucht: sie sagen 'Teuerungsausgleich' und meinen Schwächung der AK," kritisiert Markus Koza, Bundessekretär der Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) den von ÖVP und FPÖ unterstützten BZÖ-Fristsetzungsantrag auf Senkung der AK-Umlage für KleinverdienerInnen. "Angesichts des drohenden Konjunktureinbruchs und des zu erwartenden steigenden Drucks am Arbeitsplatz und am Arbeitsmarkt, werden die Arbeiterkammern wieder besonders viel zu tun haben, um die Rechte der unselbständig Beschäftigten sichern zu können. Gerade auch die Rechte der KleinverdienerInnen, die von Wirtschaftskrisen immer besonders betroffen sind. Finanziell empfindlich geschwächte Arbeiterkammern werden dazu nicht mehr in der Lage sein. Die selbst ernannten 'Arbeiterparteien' BZÖ und FPÖ beweisen damit einmal mehr, wie herzlich egal ihnen die ArbeitnehmerInnen und ihre Interessensvertretungen tatsächlich sind. Von Rechtspopulisten nicht anders zu erwarten," so Koza weiter.

"Warum allerdings der ArbeitnehmerInnenflügel der ÖVP - der ÖAAB - bei diesem Spiel mitmacht, ist unerklärlich. Wir hoffen, dass sich der ÖAAB noch seiner Rolle als ArbeitnehmerInnenorganisation besinnt, und der entscheidenden Nationalratssitzung einer Senkung der AK-Umlage doch noch eine Absage erteilt. Wo es um die wirkungsvolle Interessensvertretung der ArbeitnehmerInnen geht, darf kein Platz für parteipolitisch motivierten Revanchismus sein," so die Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen.

Kritik an ÖGB- und AK-Spitze: "Überparteilichkeit sieht anders aus!"

Scharfe Kritik kommt von der AUGE/UG allerdings auch an den roten AK- und Gewerkschaftsspitzen: "Einen Bärendienst am überparteilichen ÖGB und an der AK leisten auch ÖGB-Präsident Hundstorfer und AK-Präsident Tumpel. Gemeinsame Wahlkampfauftritte mit dem SPÖ-Spitzenkandidaten Faymann fügen dem Anspruch der Überparteilichkeit von ÖGB und AK schweren ideellen Schaden zu und sind eine Zumutung für jene zahlreichen GewerkschafterInnen, die sich nicht SPÖ-zugehörig fühlen. Alle guten Vorsätze aus der ÖGB-Krise, alle Bekenntnisse künftig überparteilicher und unabhängiger zu agieren sind offensichtlich vergessen. Wir halten als aktive GewerkschafterInnen noch einmal fest: ÖGB und AK sind keine SPÖ-Vorfeldorganisationen sondern überparteilich - und so haben auch die Präsidenten zu agieren," schliesst Koza.

Rückfragehinweis: Alternative und Grüne GewerkschafterInnen (AUGE/UG)
Markus Koza, 0676/951 27 82

Internet: www.auge.or.at

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