| UG - Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB / 04.12.2007 / 15:57 / OTS0274 5 II 0379 AGG0001 |
Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD stellen PISA-Frage an den GöD-Vorsitzenden Neugebauer: Wie schlecht war Gehrer wirklich?
Utl.: Und: Wann legt der Gewerkschaftsvorsitzende den ÖVP-Bildungssprecher zurück?
Wien (OTS) - Durch Stundenkürzungen, Streichen von Übungen und Freifächern und Auffüllen der Klassen auf 30 und mehr SchülerInnen wurden unter der ÖVP-Bildungsministerin Gehrer LehrerInnendienstposten eingespart und die Arbeitsbedingungen der LehrerInnen und SchülerInnen nachhaltig verschlechtert - auf Kosten der Bildung wurde mehr als 10 Jahre lang die so genannte "Budgetsanierung" betrieben.
Der Dienstpostenabbau, das Herausnehmen der Klassenvorstands-, Schülerberatungs- und Kustodiatstätigkeiten (Betreuung von Lehrmitteln, von naturwissenschaftlichen Sammlungen u.ä.) führte zu einer "kalten" Arbeitszeiterhöhung der LehrerInnen.
Die neoliberale Budgetpolitik und parteipolitische Vorurteile führten zum Reformstillstand, insbesondere im Bereich der Mittelstufe. Eine breite Schuldiskussion und flächendeckende Versuche zur Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen aller Kinder, zur Auflösung von "Ghettoschulen" und Bildungssackgassen und damit zur besseren Förderung der Kinder aus sozial benachteiligten Schichten haben unter Gehrer nicht stattgefunden.
Die Anhebung der LehrerInnenausbildung auf Universitätsniveau (mind. 8 Semester Master-Studien) für alle LehrerInnen wurde versäumt. Mit der Umbenennung der Pädagogischen Akademien in Pädagogische Hochschulen wurden die nur 6-semestrige Ausbildung und die schlechtere Bezahlung der PflichtschullehrerInnen weiter einzementiert.
Ministerin Gehrer hat ihre Leistungen schon am 19.4.2001 vor demonstrierenden LehrerInnen in Vorarlberg auf den Punkt gebracht: "Ich habe ein Budget zu sanieren, und damit basta!"
Die PISA-Frage an den Gewerkschaftsvorsitzenden:
"So schlecht kann Gehrer nicht gewesen sein." Stammt dieses Zitat im STANDARD, 3.12.2007, PISA-Seite 2, (A) vom Hauptschullehrer und Gewerkschafter Neugebauer oder (B) vom Gehrer-Parteifreund und ÖVP-Bildungssprecher?
Die Unvereinbarkeits-Frage an den ÖVP-Bildungssprecher:
Nicht nur der Gehrer-Sager im STANDARD, auch der mit mehrmaligen Verhandlungsabbrüchen und viel Theaterdonner kaschierte und am Ende doch vor allem partei- und regierungskonforme Gehaltsabschluss der GÖD zeigt, wie notwendig der Rückzug Neugebauers aus der Partei- und Regierungspolitik ist. ÖVP-Parteipolitik und Gewerkschaftsarbeit im Interesse der öffentlich Bediensteten und der öffentlichen Dienste, im Interesse der LehrerInnen und der österreichischen Schule lassen sich nicht vereinbaren. Darum: Wann legt der GÖD-Vorsitzende den ÖVP-Bildungssprecher zurück und widmet sich voll seinen gewerkschaftlichen Aufgaben?
Reinhart Sellner, AHS,
Wilfried Mayr, APS,
Josef Gary Fuchsbauer, BMHS,
die Vertreter der UGöd im Bundeskongress (Zentralvorstand) und in der
ARGE LehrerInnen der GÖD
Rückfragehinweis: Unabhängige GewerkschafterInnen in der GöD
Reinhart Sellner: reinhart.sellner@blackbox.net ,
Wilfried Mayr: wilma@eduhi.at ,
Josef Gary Fuchsbauer: fuchsbauer@kreidekreis.net ,
Tel: 0664/9241580 Internet: www.ugoed.at , www.oeli-ug.at
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