Unabhängige GÖD-GewerkschafterInnen solidarisch mit KollegInnen der „privaten“ Einrichtungen der Erwachsenenbildung

UTL.: Für Kollektivvertragsabschluss, der den KollegInnen volle Teuerungsabgeltung und Anteil am Wirtschaftswachstum sichert. Öffentliche Hand soll ihre Verantwortung in den Einrichtungen der Erwachsenenbildung und für die dort Beschäftigten wahrnehmen.

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD (UGöd) als Zusammenschluss von öffentlich Bediensteten und Ausgegliederten, von denen viele im Bildungsbereich tätig sind (beamtete und vertragsbedienstete LehrerInnen an APS, AHS, BMHS, KollegInnen an Universitäten, an Pädagogischen Hochschulen) erklären sich solidarisch  mit den Forderungen der BetriebsrätInnen nach voller Teuerungsabgeltung und angemessenem Anteil am Wirtschaftswachstum. Die UGöd unterstützt die bis 9. April, dem Tag der dritten Verhandlungsrunde, geplanten ersten Protestaktionen von GPA-DJP und VIDA und erwartet auch von der GÖD solidarische Unterstützung.

Die Verhandlungen zum Kollektivvertrag für die KollegInnen in privaten Bildungseinrichtungen sind nach zwei Runden ohne Ergebnis. Die Forderungen der GPA-DJP und VIDA sind mehr als berechtigt und entsprechen der Grundsatzforderung der GÖD bei jeder ihren Gehaltsverhandlungen mit dem Dienstgeber Bund.

Die Berufsvereinigung der ArbeitgeberInnen privater Bildungseinrichtungen (BABE) vertritt Bildungseinrichtungen, darunter BFI und Volkshochschulen, die vielfach von der öffentlichen Hand abhängig sind, öffentliche Aufgaben wahr nehmen und vielfach aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, sind aber im Gegensatz etwa zu den Universitäten keine Einrichtungen öffentlichen Rechts. Die Angestellten dieses Bildungsbereiches bekommen das zu spüren. Klar geregelte Beschäftigungsverhältnisse und dem öffentlichen Dienst vergleichbare Entlohnung sind noch nicht erreicht. Sie sind weder vertragsbedienstet noch beamtet, einen Kollektivvertrag gibt es erst seit 2005.

Wie bei den psychosozialen Diensten in OÖ, wo die öffentliche Hand – hier das Land OÖ Kürzungen vornimmt und die Dienstgeber „pro Mente OÖ, EXIT-sozial“ diese unsoziale Politik mit Änderungskündigungen (Reallohnkürzungen) von 900 KollegInnen „abfedern“ wollen, kommt auch bei „privaten“ Bildungseinrichtungen die immer noch vorherrschende neoliberale Ausgliederungs- und Sozialabbaupolitik zum Tragen.

Im öffentlichen wie im halböffentlichen Bildungswesen hat die Sparpolitik der letzten 15 Jahre genug Schaden angerichtet. Betroffen sind Lehrende wie Lernende jeden Alters. Bildung kostet. Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. Soziale Umverteilung tut Not. Auch wir UGödlerInnen fordern mehr Geld für Schulreform, Universitäten (Kollektivvertrag bisher nicht finanziert!) und das gesamte Bildungswesen.

 

Glück auf den KollegInnen der GPA-DJP!

Für Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD
Reinhart Sellner, Ilse Sirinek, Thomas Vanorek, Ulrike Stein, Dieter Kaltenbeck

 

Rückfragen: Reinhart Sellner, reinhart.sellner@blackbox.net - http://www.ug-oegb.at/ugoed/