Von: Josef Gary Fuchsbauer [mailto:fuchsbauer@eduhi.at]
Gesendet: Mittwoch, 27. Dezember 2006 12:43
An: ' goed@goed.at '; ' fritz neugebauer '
Betreff: Widerspruch Bundeskongressbeschluss und goed.at
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, lieber Fritz,
geschaetzte BetreuerInnen von goed.at !
Mit Bedauern stelle ich einen groben Widerspruch zwischen einem einstimmigen Beschluss des 15. Gewerkschaftstages nach Abschaffung der Studiengebuehren (Antrag Bi 027) und http://www.goed.at/12516.html fest.
Auch nach Meldungen in Tageszeitungen, zB heute " Oesterreich ", spricht sich der GOeD-Vorsitzende in seiner Eigenschaft als VP-Verhandler nicht gegen die Studiengebuehren aus.
Meiner Auffassung nach ist aber der GOeD-Vorsitzende doch an Beschluesse des hohen Gewerkschaftstages (jetzt: Bundeskongress) gebunden.
Ich ersuche daher dich, lieber Fritz, in deinem politischen Handeln die Forderung nach Abschaffung der Studiengebuehren nicht zu konterkarieren.
Und ich ersuche die BetreuerInnen von goed.at , dort nicht den GOeD-Vorsitzenden so zu zitieren, als handelte er gegen Beschluesse der GOeD .
Liebe Grüße und beste Wuensche fuer 2007!
Gemeinsam sind wir stark!
Josef Gary Fuchsbauer,
Mitglied der GOeD-Bundeskonferenz
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Dr. Georg Becker, GÖD-Mitgl.Nr . 444932/103, am 28.12.2006
An die
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
1010 Wien, Teinfaltstr . 7 - per mail / per FAX -
Betreff:
Beschluss „Abschaffung der Studienbeiträge“ (Bi 027, A 412);
GÖD-Vors . – ÖVP-Koalitionsverhandler : Unvereinbarkeit
Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Vorsitzender!
Bin als ÖGB-GÖD-Gewerkschaftsmitglied seit 1972 (leider) schon einiges gewöhnt.
Aber, dass der GÖD-Vorsitzende , Du Kollege Fritz Neugebauer Dich, sich über einen klaren Beschluss des Gewerkschaftstages vom 6. Dezember 2oo6 hinwegsetzt, geht meines Erachtens doch zu weit.
Der dort (einstimmig) angenommene Antrag der Bundessektion Hochschullehrer betrifft die „ Abschaffung der Studienbeiträge “. (Siehe Tagungsband „Anträge“, S. 56 und S. 65, „ Bildungssystem b) spezifisch “)
Jede/r kann über diese Frage denken wie sie/er will; auch gibt es verschiedene gute Argumente dafür oder dagegen.
Aber die GÖD-Beschlusslage dazu ist eindeutig (und das nicht erst seit Dez. ´06 sondern seit Sept. 2000 ) !
Der GÖD-Vorsitzende , Du Kollege Fritz Neugebauer, geht laut Tageszeitung „ Österreich “ am 27. 12. ´06, Seite 9, als VP-Bildungsverhandler davon aus, „dass die Studiengebühren bleiben.“
Auch auf der Internet-Seite www.goed.at ist ein Text vom 15.12. ´06 mit dem Titel „ Neugebauer sieht im Bildungsbereich ´2,5 Dissenspunkte´ „ (Untertitel: „Neben Studiengebühren und Gesamtschule Uneinigkeit auch über Reform des ÖH-Wahlrechts “ )
Die Position der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und die Position der Österreichischen Volkspartei sind in dieser Frage „Abschaffung oder Beibehaltung der Studiengebühren“ u n vereinbar.
Kollege F. Neugebauer ist GÖD-Vorsitzender und gleichzeitig ÖVP-Bildungs-verhandler zur Bildung einer Koalition für eine Bundesregierung (+ Abg. zum Nationalrat).
Er wird sich, - Du, Kollege Fritz Neugebauer, wirst Dich - für eine der beiden Funktionen entscheiden müssen.
Bei Possen mit oder ohne Gesang des Johann N. Nestroy im „Vormärz“, 1848 und danach heißt es gelegentlich „ Wer ist stärker? Ich oder ich?“
Der 15. Gewerkschaftstag ( seither : GÖD-Bundeskongress ) hat wenige bindende (Kalkül 1) Beschlüsse gefasst. Der gegenständliche Beschluss ist ein solcher und der Gewerkschaftstag/Bundeskongress kein „ showbusiness “.
Der Österreichische Gewerkschaftsbund hat sich - seit Mai 1945 - selbst zur Überparteilichkeit verpflichtet; das gilt auch für die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und zumindest bis zum 16. Bundeskongress des ÖGB (22.-24. Jänner 2oo7).
Du, werter Kollege Vorsitzender, solltest – für welche der beiden Funktionen auch immer Du Dich endlich entscheidest - Dich bei den Mitgliedern (im monatlichen Mitgliedermagazin „GÖD aktuell“) und bei den GÖD-Delegierten entschuldigen.
(„ Irren ist menschlich “)
Vielleicht kann wer von den werten Kolleginnen und Kollegen – nach einer Frist von sechs Werktagen – das GÖD-Schiedsgericht und/oder die ÖGB-Kontrollkommission damit befassen, vielleicht entscheidet es/sie dann einstimmig im Sinne eines ÖGB-NEU?
„GLÜCK AUF!“
Beste Wünsche für ein erfolgreiches Neues Jahr 2 o o 7 !
Freundliche Grüsse
Georg Becker
PS:
Zum ersten Satz, oben Seite 1, fällt mir ein, dass ein Präsident des oberösterreichischen Landesschulrats bei einem GÖD-Gewerkschaftstag in Wien als ordentlicher (!) Delegierter sich mikrophonverstärkt u. a. über „unabhängige GewerkschafterInnen “ ausgelassen hatte. Damals hab ich mir schon gedacht: „eine (psycho-)logische Gabel: entweder er achtet eine seiner beiden Funktionen gering oder er ist so etwas wie ´größenwahnsinnig´ – oder beides…“
Kopie an :
verschiedene Kolleginnen und Kollegen
verschiedener Bundesländer und Bundessektionen, Dienststellenausschüsse und Betriebsräte
[letzte Bearbeitung: 03.01.2007]