Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD (UGöd)
1040 Belvederegasse 10/1 _p.A.

Wien, 5.3.2007

 

An
Koll. Fritz Neugebauer und den Vorstand der GÖD
1010 Teinfaltstraße 7

Lieber Kollege Neugebauer,.
liebe KollegInnen des GÖD-Vorstandes!

Wir haben an unserer Dienststelle den mit dem ÖGB-Kongress endlich in Gang gekommenen Reformprozess und den GÖD-Vorstandsbeschluss vom 1. Februar diskutiert. Als in der GÖD organisierte öffentlich Bedienstete wollen wir nach Kräften zum Gelingen der ÖGB-Reform beitragen.

Wir wollen einen einheitlichen, überparteilichen, wirtschafts- und gesellschaftspolitisch handlungsfähigen ÖGB-neu, der intertnational vernetzt und offensiv gegen prekäre Beschäftigung, gegen Schein-Selbständigkeit auch in Form „freier“ Dienstverträge, gegen erzwungene Teilzeitarbeit, gegen Leiharbeit und Arbeitslosigkeit vorgeht und für menschenwürdige Arbeits- und Einkommen kämpft.

Als in der GÖD organisierte öffentlich Bedienstete wollen wir nach Kräften zum Gelingen der ÖGB-Reform beitragen. Wir wollen einen einheitlichen, überparteilichen, wirtschafts- und gesellschaftspolitisch handlungsfähigen ÖGB-neu, der international vernetzt und offensiv gegen prekäre Beschäftigung, gegen Schein-Selbständigkeit auch in Form „freier“ Dienstverträge, gegen erzwungene Teilzeitarbeit, gegen Leiharbeit und Arbeitslosigkeit vorgeht und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Einkommen kämpft.

Wir brauchen dazu eine in ihrem engeren Wirkungsbereich kompetente, mobilisierungsfähige und demokratisch geführte Teilgewerkschaft GÖD, aber keinen berufsständischen Zweigverein, der in Krisenzeiten auf Distanz zum ÖGB geht. Als öffentlich Bedienstete brauchen wir die Unterstützung der anderen Gewerkschaften für die Sicherung und den Ausbau der von neoliberalen „Sachzwängen“ gefährdeten öffentlichen Dienste, aber keine abgehobene Standespolitik.

Wir sind gegen die spalterische Gründung von Zweigvereinen. Wir sind dagegen, dass sich GÖD-KollegInnen - wenn sie vom Vorstand überhaupt befragt werden - zwischen ÖGB und Zweigverein entscheiden müssen. Es sollte euch als verantwortliche GÖD-SpitzenfunktionärInnen zu denken geben, wenn KollegInnen, die sich in der auch nach dem BAWAG-Verkauf immer noch schwierigen Situation demonstrativ zum ÖGB und zur Einheit der Gewerkschaftsbewegung bekennen, wegen eurer Zweigvereinspolitik einen Austritt aus der GÖD und andere Organisationsmöglichkeiten im Rahmen des ÖGB überlegen.

Die Reform der Gewerkschaftsbewegung, das Halten und Gewinnen aktiver Mitglieder braucht die gelebte und keine bloß behauptete Solidarität, auch die finanzielle Solidarität der „stärkeren“ mit den „schwächeren“ Teilgewerkschaften.

 

Lieber Kollege Neugebauer,.
liebe KollegInnen des GÖD-Vorstandes!

Wir fordern dich und euch auf, das seit dem ÖGB-Kongress vom GÖD-Vorstand beschleunigten Streben in einen autonomen Zweigverein zu überdenken und im Interesse aller Gewerkschaftsmitglieder bleiben zu lassen. Wir erwarten von unseren GÖD-SpitzenfunktionärInnen eine verstärkte Beteiligung am ÖGB-Reformprozess.

 

Glück auf, trotz alledem!

Reinhart Sellner e.h., Ilse Sirinek e.h.



Kopie geht an Koll. rudolf.hundstorfer@oegb.at <mailto:rudolf.hundstorfer@oegb.at> , erich.foglar@gmtn.at <mailto:erich.foglar@gmtn.at> , wilhelm.haberzettl@eisenbahner.at <mailto:wilhelm.haberzettl@eisenbahner.at> *, *rudolf.kaske@vida.at <mailto:rudolf.kaske@vida.at> wolfgang.katzian@gpa.at <mailto:wolfgang.katzian@gpa.at> , christian.meidlinger@gdg.at <mailto:christian.meidlinger@gdg.at>