UGöd ruft FSG und FCG in der GÖD auf, den ÖAAB-ÖVP-Kurs auf Abspaltung vom ÖGB nicht länger mitzutragen.
UGöD klar gegen Bildung eines rechtsfähigen Zweigvereins GöD im ÖGB.
Wien (OTS) - "Kollege Neugebauer hat recht, wenn er seinem FSG-Vize Peter Korecky den seit Jahren geübte treue Gefolgschaft der 'Roten' in der GÖD mit den herrschenden 'Schwarzen' vorhält. Anders als die UGöd hat die FSG das Ziel der Rechtsfähigkeit der GÖD am GÖD-Gewerkschaftstag 2006 nicht zurückgewiesen, sondern mitbeschlossen. Neugebauers Drohung, Korecky solle sich nicht spielen, zeigt aber, dass die Zeit des Taktierens vorbei ist," so Reinhart Sellner, aus dem Vorsitzteam der UGöD zu Neugebauers Plänen, die GÖD als rechtsfähigen Zweigverein umzugründen.
Was Worte wert sind, was taktisches Kalkül ist, sei im Moment nicht auszumache. "Fakt ist, das zur ÖAAB-Legendenbildung um die Nichtwahl Koll. Neugebauers in den ÖGB-Vorstand jede Glaubwürdigkeit fehlt. Wahrscheinlicher ist ein taktischer Fahrplan, der erst in der BAWAG-Krise der FSG-Mehrheit im ÖGB dien Beschluss der Rechtsfähigkeit der GÖD abnötigt, gleichzeitig provoziert Kollege Neugebauer durch Nichtanwesenheit beim ÖGB-Kongress seine Nichtwahl durch Streichungen, Empörung und Teilauszug von FCG-Delegierten und entsprechende Medienauftritte folgen," vermutet Sellner ein abgekartetes Spiel.
Ein Zentralvorstand der GÖD wird für kommende Woche angekündigt, aus dem dann ein für vielleicht doch Absprachen geeignetere exklusive Vorstand am kommenden Donnerstag um 14 Uhr angesetzt. In diesem Vorstand sind FCG und FSGöd unter sich, den Unabhängigen GewerkschafterInnen (UGöd) wurde im Dezember wider alle Demokratiebeteuerungen mit Hilfe von Rechenkunststücken und Mehrheitsentscheid das Minderheitenmandat vorenthalten. Als letzter Schritt bleibt dann doch der Zentralvorstand, in dem alle Sektionen der GÖD und alle Fraktionen und Gruppen, auch die UGöd angehören und die Fraktionslosen Richter und UniversitätslehrerInnen.
"Wir UGödlerInnen werden die Gründung der rechtsfähigen Richtungsgewerkschaft nicht zustimmen und hoffen, dass auch viele sozialdemokratische und christliche GewerkschafterInnen den angesichts der Ereignisse der letzten Tage denkmöglich gewordenen ÖAAB-Kurs in Richtung Richtungsgewerkschaft rund um eine 'schwarze' GÖD nicht mittragen werden," appeliert Sellner.
Die UGöD betont dabei, dass sie Neugebauer durchaus auch als Gewerkschafter immer wieder schätzen gelernt hat, gleichzeitig die Unvereinbarkeit von Gewerkschaftsvorsitz und Parteifunktionen bzw. ÖVP-Nationalratsmandat bei der schwarzblauen Pensionsreform oder bei den Regierungsverhandlungen erlebt und immer scharf kritisiert hat. "Beim Zentralvorstand der GÖD im April 2006 haben wir ihm nahegelegt, dieser Unvereinbarkeit Rechnung zu tragen und analog zum damals aktuellen Beschluss der sozialdemokratischen GewerkschafterInnen sein Nationalratsmandat zurückzulegt. Heute fordern wir ihn auf: Kollege Neugebauer, trenne dich von deinen Partei-Ämtern in ÖVP- und ÖAAB-Spitzengremien. Wenn sie dir wichtiger sind als die Gewerkschaftsinteressen, dann lege den Vorsitz in der GÖD zurück und bescheide dich mit einem einfachen Vorstandssitz," schließt Sellner. "Die vielen auch an der Glaubwürdigkeit der GÖD zweifelnden KollegInnen, BeamtInnen, Vertragsbedienstete, Ausgegliederte, fordern wir auf: JOIN THE UNION, CHANGE THE UNION! Glück auf für einen solidarischen, einigen ÖGB-neu - die in Österreich Lohnabhängigen, Gehaltsempfänger, prekär Beschäftigten und Arbeitslosen brauchen ihn - stark, kämpferisch und solidarisch!"
Rückfragehinweis: Unabhängige GewerkschafterInnen in der GöD
Reinhart Sellner, reinhart.sellner@blackbox.net
www.ugoed.at
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[letzte Bearbeitung: 26.01.2007]