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Protest/Kolumbien

Sehr geehrter Herr Minister, Präsident, Generalstaatsanwalt!

Wir sind Mitglied des österreichischen Gewerkschaftsbundes und haben mit Bestürzung zur Kenntnis nehmen müssen, daß in Kolumbien Gewerkschaftsfunktionäre allein aufgrund Ihres Einsatzes für ArbeitnehmerInnen mit Mord bedroht werden.

Leben und Sicherheit von July Gonzalez Villadiego, Domingo Rafael Tovar Arrieta, dem Vorsitzenden des Gewerkschaftsverbandes CUT, und Vorstandsmitgliedern der Gewerkschaft UNEB sind offensichtlich in ernster Gefahr, nachdem sie wiederholt Morddrohungen erhalten haben.

Wir ersuchen Sie, sehr geehrter Herr Präsident, daher, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die angeführten GewerkschafterInnen zu schützen und ihre Sicherheit zu garantieren. Weiters bitten wir Sie, eine sofortige umfassende und unparteiischen Untersuchung hinsichtlich der Urheber dieser Drohungen in die Wege zu leiten und die Verantwortlichen dann auch vor ein unabhängiges Gericht zu stellen.

Die offensichtlichen Verbindungen zwischen den Sicherheitskräften und paramilitärischen Gruppen müssen einer unabhängigen Untersuchung unterzogen werden. Angehörige der Sicherheitskräfte, die paramilitärische Gruppen unterstützen, müssen vor Gericht gestellt werden.

Wir ersuchen Sie daher, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, um die Auflösung paramilitärischer Gruppen in Kolumbien voranzutreiben, wie dies bereits die abgelöste Regierung ihres Landes zugesagt hat.

Artikel 3 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte besagt: "Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person." Dieses höchstpersönliche Menschenrecht ist unabdingbar und bedarf fortdauernder Absicherung durch die Regierung eines Landes. Wir ersuchen Sie daher, alles in Ihrer Macht stehende zu unternehmen, um der derzeitigen Menschenrechtskrise in Kolumbien entgegenzuwirken und auch Gewerkschaftsmitgliedern, die sich für Arbeitnehmer einsetzen, dieses Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person zu garantieren.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Eine Kopie an:
Union Nacional de Empleados Bancario (Gewerkschaft der Bankangestellten), Calle 28 No 16-34, Santafé de Bogotá, Rep. Kolumbien
Botschaft von Kolumbien, Stadiongasse 6-8, 1010 Wien, Fax: 408 83 03

Protest/Südkorea

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen protestieren gegen die Haftbefehle gegen die südkoreanische Gewerkschaftsspitze.

Wir fordern den Österreichischen Gewerkschaftsbund und den Europäischen Gewerkschaftsbund auf, ihren Einfluß gegen diese Maßnahmen geltend zu machen und gegen die Kriminalisierung von Arbeitskämpfen und das Demonstrationsverbot einzutreten.