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UG und ÖGB

Ein kritisches Verhältnis

Dem ÖGB geht es schlecht. Die Mitglieder werden weniger, das Geld wird weniger. Der Organisationsgrad in den neuen Branchen, in den Klein- und Mittelbetrieben ist schwach.

UG-Konferenz (21kb)

Die Organisation vergreist, weil immer weniger junge ArbeitnehmerInnen beitreten. Der politische Einfluß sinkt. Die Unternehmer können sich Dinge erlauben, die noch vor wenigen Jahren so nicht denkbar waren.

Der ÖGB reagiert mit einem Fusions- und Modernisierungsprogramm, dem man das Motto "Grad so viel ändern, daß alles beim Alten bleibt" verpassen könnte. Die GPA beispielsweise setzt auf ein Management-Projekt, bei dem die Teilnahme von BetriebsrätInnen und Mitgliedern an der Entwicklung neuer Strukturen nicht gefragt ist.

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB haben sich die Frage vorgelegt: Was ist für uns Gewerkschaft, wie hätten wir´s denn gerne und was bräuchten wir?

Problematisiert wird das staatstragende Selbstverständnis der Gewerkschaftsspitze, die praktizierte Form der Sozialpartnerschaft und die wachsende Orientierung als Serviceeinrichtung für alles und jedes, was viel Geld für immer weniger Menschen kostet und bei der die Organisation kaputt geht und den Charakter einer Interessenvertretung und "Kampforganisation" vollends verliert.

Die UG-Fraktionskonferenz wird sich auch mit neuen internationalen Organisierungskonzepten beschäftigen z.B.

- VERDI, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Deutschland
- NIDIL, Neue Arbeitsidentitäten, Italien
- ORGANIZER, Großbritannien)
- UNIA, Dienstleistungsgewerkschaft für Frauen, Schweiz.

Schließlich wurde von der UG-Fraktionskonferenz noch eine Resolution zum Thema "Arbeitsplatzoffensive im Öffentlichen Dienst" beschlossen. Auch nicht gerade das, was dem main stream im ÖGB entspricht...