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Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB (UG)
Für eine Arbeitsplatzoffensive im öffentlichen Dienst
Kindergärten, Schulen, Universitäten und Erwachsenenfortbildung
sowie ein menschenfreundliches Gesundheits-, Sozial- und Pensionswesen
sind entscheidend für die Lebensqualität, den Wohlstand
und das Wohlergehen aller Menschen in unserer Gesellschaft. Ebenso
wichtig ist die Bereitstellung von ausreichenden Einrichtungen zur
Integration von sozial Benachteiligten, Arbeitslosen, MigrantInnen,
alten und behinderten Menschen und die Förderung der Bereiche
Sport, Freizeit und Kultur abseits marktkonformer kommerzieller
Angebote. Besonders gilt das für die immer grösser werdende
Zahl von Menschen, die nicht in der Lage sind, eingesparte und weggestrichene
oder kommerzialisierte bisher öffentliche Dienste privat zuzukaufen.
Das sind zum Beispiel Arbeitslose, alleinerziehende Frauen, Kranke
und Alte.
Wir Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB (UG) fordern
daher das Abgehen von der neoliberalen, asozialen Regierungspolitik.
Die UG war und ist aktiv gegen das unsoziale Kaputtsparen und gegen
die Politik der Ausgliederung und Privatisierung öffentlicher
Dienste. Diese Massnahmen verschlechtern die Situation der davon
betroffenen Bevölkerung. Der Abbau des öffentlichen Sektors
bedeutet zudem den Abbau von gesicherten "Normalarbeitsplätzen".
Viele finden nur mehr Arbeit, mit der sie nicht genug verdienen,
um davon leben zu können. Ausserdem verstärkt sich der
Druck auf die Arbeitsverhältnisse, auf Arbeitsrecht, Arbeitsbedingungen
und auf das Lohnniveau im privaten Sektor. Jeder "Zukauf" ausgelagerter
Arbeit durch öffentliche Stellen bedeutet eine Zunahme von
ungesicherter Projekt- oder Leiharbeit. Es steigt der Konkurrenzdruck
der arbeitenden Menschen aber es sinken, wie internationale Beispiele
zeigen, nicht unbedingt die Kosten.
Die politischen Entscheidungsträger, die so viel von Arbeitsplatzoffensiven
reden, sind dabei, sich nach der Privatisierung von Verstaatlichter
Industrie, Bahn, Verkehr und Post, auch im verbliebenen Rest der
öffentlichen Dienste jeden beschäftigungspolitischen Spielraum
zu nehmen und sich völlig den privatkapitalistischen Profiteuren
und ihren unverbindlichen Zusagen auszuliefern. Die Unabhängigen
GewerkschafterInnen im ÖGB fordern den Ausbau des öffentlichen
Sozial- Gesundheits- und Bildungswesens mit langfristig gesicherten
Normalarbeitsplätzen.
Die Unabhängigen GewerkschafterInnen fordern vom ÖGB und
allen seinen Teilgewerkschaften eine solidarische und aktive Beschäftigungspolitik
unter Einschluß des öffentlichen Dienstes, national und
international.
Diese Resolution wurde auf der UG-Konferenz am
11. Oktober 1999 beschlossen
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