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UG- Koordinationsauschuss, 14. April 1999
ÖGB und Europäischer Gewerkschaftsbund müssen eine
Friedensinitiative für den Balkan starten!
Die NATO-Bombardierungen müssen sofort eingestellt
werden!
Mit ihren Bombardierungen zerstört die NATO nicht nur lebensnotwendige
Infrastrukturen und tötet nicht nur alltäglich Menschen der Republik
Serbien, sondern arbeitet auch jeden Tag zu viel einem wirklichen
Friedensschluss auf dem Balkan entgegen. Schon Rambouillet war weniger
friedenssuchende Initiative, sondern mehr ein Verhandlungsort hastiger
Ultimaten, wo mit NATO-Truppen für den Kosovo jede Einigung von
vornherein unmöglich gemacht wurde.
Sofortiger allseitiger Waffenstillstand, Schluss mit
allen Vertreibungen von Menschen
Es muss ein sofortiger Waffenstillstand aller heute kriegsführenden
Kräfte (NATO, Armee der Republik Jugoslawien, serbische paramilitiärische
Verbände und UCK) erreicht werden. Alle nationalistischen Vertreibungen
von Menschen müssen sofort beendet werden.
Friedenverhandlungen: Gegen jede militärische "Lösung"
und für das Rückkehrrecht der vertriebenen Menschen Kosovos
Die internationale Gewerkschaftsbewegung kann natürlich keine endgültigen
Lösungen für den Konflikt um den Kosovo vorschreiben. Das ist die
Aufgabe von sofort aufzunehmenden Friedensverhandlungen aller am
Balkan betroffenen Kräfte. Grundsätzlich setzen sich die internationalen
Gewerkschafter/innen jedoch für ein striktes Verbot militärischer
Schritte zur Durchsetzung irgendwelcher "Friedenslösungen"
und für das Recht auf Rückkehr der vertriebenen Menschen aus dem
Kosovo ein.
Der Europäische Gewerkschaftsbund muss unmittelbar
tätig werden!
Gerade der EGB mit seinem Präsidenten Verzetnitsch aus dem neutralen
Österreich, der sich bislang in keiner Weise für einen Krieg auf
dem Balkan ausgesprochen hat, ist dafür prädestiniert, erfolgversprechend
eine Vermittlerinitiative zu beginnen. Der EGB sollte auch anbieten,
bei Friedenverhandlungen internationaler Beobachter zu sein.
Internationale Gewerkschaftsunterstützung für Hilfe
und Wiederaufbau im Kosovo und in der Republik Jugoslawien
Wir Unabhängige Gewerkschafter/innen im ÖGB unterstützen Initiativen
zur Hilfe an Flüchtlinge und Bombenopfer im Kosovo und in der Republik
Serbien.
Der Wiederaufbau in den vom Krieg betroffenen Balkanregionen wird
einer gewaltigen internationalen Hilfskampagne bedürfen, an der
sich ganz wesentlich auch die internationalen Gewerkschaften beteiligen
sollten.
EGB und ÖGB sollen sich dafür einsetzen, dass die Grenzen in Europa
geöffnet werden um Flüchtlingen, Kriegsopfern sowie Deserteuren
politischen Schutz zu gewähren.
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