Erfreuliches Wahlergebnis im Pflichtschulbereich
Die aktiven PflichtschullehrerInnen kandidierten
wieder als UG-Gruppierung bei den diesjährigen BeamtInnenwahlen
für die Disziplinarkommissionen-DK und Leistungsfeststellungskommissionen-LK.
Während die DKs für jeden Schultyp wienweit gewählt
wird, werden die LKs bezirksweise eruiert. Da wir nicht in allen
Bezirken vertreten sind, in wienweiten Wahlen also zu wenige Stimmen
für Mandate bekommen können, waren die Bezirkswahlen der
LKs für uns der Schwerpunkt. Wir sehen diesen Urnengang ein
wenig als Test für die in diesem Herbst stattfindenden ,großen'
Personalvertretungswahlen (PV) an.
Zugegeben: Es ist ein Unikum in Österreich und für alle
Bereiche im Öffentlichen Dienst. Einzig und allein im Pflichtschulbereich
(APS) - und da auch nur im Bereich Wien - wird gewählt. In
allen anderen Bereichen werden diese Kommissionen bestellt. Das
dürfte ein ideelles Überbleibsel aus dem vergangenen Roten
Wien sein. Und wie es so geht mit Restln, sie werden irgendwann
beseitigt. Das steht diesen Wahlen nun bevor. Die organisierende
Behörde möchte sie wegen der Kosten los werden. Die damit
beschäftigten BeamtInnen wollen sie wegen der zusätzllchen
Arbeit lieber heute als morgen auf dem Müll der Geschichte
sehen. Die Kommissionen werden im LehrerInnenbereich kaum in Anspruch
genommen, wodurch der Aufwand dem Nutzen nicht die Waage hält.
Und die betroffenen LehrerInnen? Sie sind ganz im weltweiten Trend
der Wahlverdrossenheit. Knapp bei 50 Prozent ist die Wahlbeteiligung Das
gibt natürlich den Abschaffern Oberwasser. Sie können
guten Gewissens behaupten, den LehrerInnen ist es sowieso wurscht,
ob gewählt oder bestellt wird.
Unser Gegenargument ist ebenso klar: Die Kommissionen sind in
heiklen Bereichen tätig. Sie können existenzbegründend,
existenzsichernd oder existenzbedrohend entscheiden. In diesen Fällen
ist es allemal wichtig sich die Vertreter wählen zu können
- wenn auch nur alle 4 Jahre und mit allen Nachteilen für Minderheiten
mit der Wahlarithmetik. Keinesfalls kann hier eine Kosten-Nutzen-Rechnung
angestellt werden. Demokratie kann und darf nicht am finanziellen
und Arbeitsaufwand gemessen werden, auch wenn eingesehen wird, dass
die befassten BeamtInnen im Vorlauf solcher Wahlen viel leisten
müssen. Die Forderung müsste sein, die Rahmenbedingungen
in genügendem Ausmaß sicherzustellen.
Eine hohe Wahlbeteiligung hätte vielleicht die Abschaffung
verhindert. Aber das hätte wiederum höheres politisches
Bewußtsein der Betroffenen erfordert. Die Ergebnisse liegen
leider noch nicht in Gesamtheit vor, doch lassen sich teilweise
respektable Ergebnisse erkennen (so wurden in Bereichen im 10. Gemeindebezirk
ca. 30 Prozent der Stimmen erreicht). Bewußt ist uns die Bedingtheit
die Wahl als Test anzusehen, denn sie betraf nur die Pragmatisierten.
Wie ja jeder weiß, gibt es diese Spezies immer seltener und
so auch im LehrerInnenbereich (ca. die Hälfte der LehrerInnen
Wiens sind beamtet). Bei den PV-Wahlen sind alle stimmberechtigt,
d. h. wir müssen die arrivierten KollegInnen als WählerInnen
erhalten und die jungen vertraglichen KollegInnen gewinnen um ein
ähnliches Ergebnis bei der wichtigeren PV-Wahl einzufahren.
AMS-Angestellte:
Wahlerfolg der UG!
bei den personalvertretungswahlen im mai konnten
die unabhängigen gewerkschafter/innen für mehr demokratie
(UG) einen überwältigenden wahlerfolg erringen.
beim ams "angestellte ost" erreichten die UG alle zu vergebenden
mandate (was allerdings nicht allzu schwer war, weil sonst niemand
kandidierte). da die UG hier jedoch 91 Prozent der abgegebenen stimmen
erhielt, scheint die akzeptanz der UG-politik - trotz fehlender
gegenkandidatur - ausgesprochen hoch zu sein.
beim neuen ams "angestellte west" erreichten die UG auf anhieb
74 Prozent der gültigen stimmen. dies entspricht 3 mandaten, die FSG
mußte sich mit einem mandat begnügen.
unter dem eindruck dieses ergebnisses sprach sich andreas malandi
spontan gegen eine regionalisierug des wiener ams und für die
beibehaltung der fachstruktur aus. allerdings unter einer bedingung:
sämtliche wiener geschäftsstellen werden geschäftsstellen
für angestellte!
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