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GE-Oberösterreich

Gegen die Liberalisierung der Öffnungszeiten

Die GE Oberösterreich plant eine Aktion gegen die Liberalisierung der Öffnungszeiten und sucht weitere Bündnispartner.

 

Den Sommer haben wir dazu genützt, uns durch einen Stapel von Gutachten aus der BRD durchzuackern. Fazit fast aller Studien zum Thema ist:

Die Liberalisierung läßt kaum Mehrumsatz erwarten, sondern eine Umschichtung von Umsätzen zu Großbetriebsformen, die meist an den Stadträndern angesiedelt sind, weniger personalintensiv arbeiten und kaum Ausbildungsplätze anbieten.

Das bedeutet Umsatzrückgang für Klein- und Mittelbetriebe und damit eine massive Existenzbedrohung für diese Betriebe. Für die Arbeitsplatz-

situation bedeutet dies Rückgang von Arbeitsplätzen und Abbau von Lehrlingsstellen, mehr Verkehr und höhere Infrastrukturkosten für die öffentliche Hand und schließlich die weitere Ausdünnung der Nahversorgung.

Ein Detailpapier, das alle verfügbaren Studien aus Deutschland gegenüberstellt, ist derzeit von uns in Ausarbeitung, es soll ab Ende September verfügbar sein und allen Interessenten zur Verfügung gestellt werden.

Als Aktionsform ist eine Pressekonferenz mit Bündnispartnern geplant, bei der das Papier und unsere gemeinsamen Forderungen präsentiert werden sollen. Der Kernpunkt der Aktion ist ein Aufruf zum solidarischen Einkaufen. Dieser soll von möglichst vielen Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen unterstützt werden, Aufkleber mit dem Text "Ich kaufe vor 18.00 Uhr" sollen den Aufruf öffentlich machen.

Wer diese Aktion unterstützen will, ob mittels Unterschrift, Aufkleber, Finanzen oder Mitorganisation inklusive Auftreten bei der Pressekonferenz, soll sich bei uns melden. Nähere Informationen und Unterlagen stellen wir gerne zur Verfügung.

Präsentiert soll die Aktion in der 3. oder 4. Oktoberwoche werden, denn die Zeit drängt.

Wir hoffen auf eine rege Beteiligung aus OÖ und dem gesamten Bundesgebiet. In OÖ. selbst zeichnet sich bereits eine breite, überparteiliche Allianz ab. Aber es wäre wichtig, die Aktion über die oberösterreichischen Grenzen hinauszutragen.

Liebe Grüße und viel Erfolg

Harald Schmutzhard