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Oktober 2003

 

Ausgliederung und Privatisierung:

Der Wahnsinn blüht!

Der Überblick ist längst verloren gegangen. So viel wurde in den letzten Jahren ausgegliedert. In privaten Konzernen ebenso wie beim Bund und in Gemeinden. Der vorherrschenden neoliberalen Ideologie folgend. Und getrieben von vermeintlichen oder tatsächlichen Budgetproblemen. Von Synergieeffekten ist da die Rede. Von Einsparungspotentialen und besserem Service für die Bevölkerung.

Die Wirklichkeit schaut anders aus. "Privatisierte" öffentliche Leistungen sind oft deutlich teurer. Von den angepriesenen Synergien ist selten etwas zu merken. Und statt besserem Service gibt´s massive Verschlechterungen für die Beschäftigten und Maßnahmen zum gezielten Abbau des Sozialstaates.

ÖBB, Bundesrechenzentrum, Post, Krankenhäuser, Wiener Stadtwerke - all das und noch mehr ist bereits gelaufen. Jetzt stehen in Wien weite Teile des Sozialwesens und der ambulanten Altenbetreuung auf der Ausgliederungstagesordnung. Mit aktiver Duldung der Gewerkschaftsführung. Und Hinweis darauf, dass eh´ alles im Eigentum der Stadt bleibe und an Privatisierung nicht gedacht sei.

Ein Heftschwerpunkt hat sich angeboten: "Privatisierung mit Wiener Schmäh". "Sozialcrash in Wien", "AK: Schweigen im Wienerwald", "Schöne neue Klinikwelt" und "Öffentliche Leistungen als Utopie" sind einige Titel daraus. Und im nächsten Heft folgen weitere, unter anderem Ergebnisse aus einem UG-Seminar zu Privatisierung und Ausgliederung...

AK: Schweigen im Wienerwalde
Die Spatzen pfeifen’s inzwischen von den Dächern: es ist was faul im rot regierten Staate Wien. Von Markus Koza.

Privatisierung mit Wiener Schmäh
Am 1.1.2004 soll es nach den Plänen der absolut regierenden Wiener SPÖ eine neue Welle von Privatisierungen im Sozial- und Gesundheitsbereich geben. Von Thomas Kerschbaum.

Sozialcrash in Wien
Welche Sparmaßnahmen "Sozial"stadträtin Grete Laska im Sozialbereich plante, warum ihr das im ersten Anlauf nicht gelungen ist und warum zu befürchten ist, dass der Horror noch nicht vom Tisch ist. Von Susanne Jerusalem.

Schliessung der Lehrlingsbüchereien
Rede bei der Protestlesung vor dem Wiener Rathaus. Von Wolfgang Kauders.

Steiermark: Schöne neue Klinikwelt
Die Steirischen Krankenhäuser sollen künftig Geld verdienen. Von Ilse Löwe-Vogl.

 

Öffentliche Leistungen als Utopie?
GATS und Grünbuch haben dank großer Anstrengungen von Gewerkschaften und NROs die öffentliche Aufmerksamkeit errungen. Von Richard Koller.

Ministerielle Panzerknacker
Die "Panzerknacker" waren am 23. September vor dem Finanzministerium unter-wegs. Sie schlichen herum, stahlen von den Pensio-nistInnen und warfen ihre Beute dem Finanzminister in den Rachen. Von Klaudia Paiha.

"Durchtauchen geht sich nicht aus"
Interview mit einem Zentralbetriebsrat der Postbus AG.

Eisenbahner: Privilegienritter
Alle diejenigen, die sich heimlich oder offen die Hände reiben, dass es den EisenbahnerInnen endlich an den Kragen geht, werden die nächsten sein. Von Anton Hedenig.

ÖGB - Was nun?
Vor dem ÖGB-Bundeskongress.

Pflegeheim: Atemlos
Bei dem Umgang, den die Verantwortlichen mit dem derzeitigen Skandal im Pflegeheim pflegen, bleibt mir die Luft weg. Von Lisa Langbein.

Pflegeskandal: Schöner Lügen
AAAUUUUAAAAA!!!!! Schreit die Basis!! Aber keine(r) hat es gehört! Von Erika Czeskleba.

Kolumbien: Ein Bein im Grab
Kolumbien ist mit Abstand jenes Land der Welt, in dem am meisten Menschen wegen ihrer gewerkschaftlichen Aktivitäten ermordet, entführt, bedroht und auch verhaftet werden. Von Werner Hörtner.